"DIE FAMILIE ALS FUNDAMENT FÜR ERFOLG"

"Der Kramerwirt"- der Familienbetrieb seit 1801

gemütlich*traditionell*familiär

Erfolgsrezept: Damit die Sonne in Hönigtal jeden Tag scheinen kann, braucht es jeden Tag viel Liebe und Engagement. Besonderen Wert legt Ihre Gastgeberfamilie - WIR im Gasthof Großschedl auf:

                * Qualität in der Dienstleistung

                * Zufriedenheit der Gäste und der Mitarbeiter

                * Eigenständikeit & Hausgemachtes

                * Perfekte Organisation in allen Bereichen

                * Beste Leistung zu vernüftigen Preise

WIR FREUEN UNS AUF SIE-Daheim beim Kramerwirt...wo Trend auf Tradition trifft!!!

Familie

wo DAS LEBEN seinen Anfang nimmt,

und wo DIE LIEBE NIEMALS ENDET....

Unsere Familienchronik:

Die Geschichte vom Gasthof „Zum Kramerwirt“

 

Mit Kaufvertrag vom 21.2.1857 erwarben Johann Koller, Grundbesitzer in Hönigtal sowie Besitzer des alten Familienhofes „vulgo Bauer-Koller“ in Hönigtal Nr. 18 und Ehefrau Anna, geborene Hahn, das Gasthaus „Zum Kramerwirt“ in Hönigtal Nr. 16 und 17 (heute Hönigtaler Straße 20) von dem Vorbesitzer Josef Knöbl. Der Gewerbeschein wurde, da die Gastwirtschaft schon bestand, den neuen Eigentümern sofort ausgestellt. Die Familie Koller ist eine in Hönigtal alteingesessene Bauers- und Grundbesitzerfamilie, welche auch familiäre Verbindung nach Eggersdorf und Nestelbach aufweist. Sie saßen laut grundbürgerliche Daten bereits seit 1596 auf ihrem Stammhof „vulgo Bauer-Koller“ und waren später auch im Besitz des freistiftrecht an anderen Höfen, wie zum Beispiel dem „vulgo Taxhansel“ oder dem „vulgo Hierzibauer“. Sie betrieben auch das Handwerk des Schmiedes am „Hönigthallschmid“ und waren im größeren Ausmaße mit der Herstellung von Ziegeln beschäftigt. Sie besaßen den dazu notwendigen Ziegelofen und die zum Lehmabbau erforderlichen Grundstücke, welche östlich an der Laßnitzhöhe führenden Landesstraße lagen.

Nach dem Tod Johann Kollers im Jahre 1880, wurde nach der Abwicklung der Verlassenschaftsangelegenheiten am 8.7.1881 die Witwe Anna alleinige Besitzerin. Sie übergab das Gasthaus am 25.2.1882 ihrem Sohn Johann und dessen Ehefrau Katharina, geborene Rohrer, verwitwete Fuchs. Als Anna Koller, geborene Hahn, am 9.4.1884 verstarb, ging ihr Besitzanteil am 12.1.1887 ebenfalls Sohn Johann und Ehefrau über. Am 4.2.1897 verstarb auch Katharina Koller, geborene Rohrer, und Johann Koller, welcher nochmals heiratete, übergab mit Tauschvertrag vom 23.9.1913 das Gasthof „Zum Kramerwirt“ seiner Tochter Katharina und deren Ehemann Karl Ertl, welcher aus Hart, Graz-Umgebung, stammte. Der Hof „vulgo Taxbauer“ ging ebenfalls im Zuge dieses Tauschvertrages an Karl und Katharina Ertl über. Johann Koller erhielt im Tausch den „vulgo Tieber-Annerl“, welcher sich bis zu diesem Zeitpunkt im Besitz seiner Tochter Katharina befunden hatte. Die Gastgewerbekonzession wurde Franz Ertl 1914 erteilt, doch konnte er sich leider nicht lange erfreuen. Er verstarb nach schwer lungenleidend am 3.3.1919 an der Adresse Hönigtal Nr. 44. Der „Kramerwirt“ war aber auch immer wieder der Mittelpunkt von geselligen Zusammenkünften von Erholungssuchenden aus Nah und Fern oder der Treffpunkt von Vereinen und Organisationen aus Graz und Umgebung zur Abhaltung von diversen Feierlichkeiten.

So berichtete die „Grazer Vorortzeitung“ in ihrer Ausgabe vom 28.6.1914: „Hönigtal“ (Gründung eines Feuerwehr-Löschzuges) Vergangenen Sonntag zog die freiwillige Feuerwehr von Laßnitzhöhe in einer Stärke von 32 Mann mit ihren Familien und ihrer gutgeschulten Musikkapelle nach den Grazern so bekannten Ausflugsorte Hönigthal, woselbst den Laßnitzern ein freundlicher Empfang zuteilwurde. Von der Gemeinde Kainbach bzw. Hönigthal waren die Herren Peter Fuchs, die Gemeindeausschüsse Karl Ertl, Peter Hahn und Matthias Koller erschienen, welche die Gäste mit freudigem Willkommen begrüßten. Im Namen der freiwilligen Feuerwehr von Laßnitzhöhe dankte der Hauptmann Distrikts Arzt Dr. Ehler für den freundlichen Empfang. In „Krammers“ Gastwirtschaft versammelten sich die Teilnehmer des Ausfluges, wie viele Bewohner von Hönigthal, und Dank den markanten Worten des Feuerwehrhauptmannes Herrn Dr. Ehler wurde die Errichtung eines Filialfeuerlöschzuges der freiwilligen Feuerwehr von Laßnitzhöhe in Hönigthal beschlossen, zu welcher sich sofort 20 Männer meldeten. Die Bewohner von Hönigthal werden gewiss mit Freuden diesen Beschluss begrüßen und in Kürze zu ihrer Beruhigung eine tadellose geschulte Feuerwehr besitzen. Es wurden mehrere schneidige Ansprachen gehalten. Die Feuerwehrkapelle hielt sich recht wacker und spielte unermüdlich auf. Zum Schlusse gab es gar ein Tanzkränzchen, welches die Ausflügler bis in die Abendstunden beisammenhielt. Mit klingendem Spiele, wie man gekommen, zog man auch von dem freundlichen Hönigthal heimwärts, denn der Wettergott hatte diesmal ein gültiges Einsehen. Die so fröhlich verlaufenen Stunden dürften jedoch gegenseitig lange in Erinnerung bleiben.  

Aber nicht nur positive Ereignisse fanden in Hönigtal in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen statt. In mehreren Ausgaben der lokalen Zeitungen, wie der „Arbeiterzeitung“, dem „Arbeiterwillen“ und sogar in der Wiener Reichspost vom Mai und Juni 1918 wurde unter dem Titel „Marodeure in Steiermark“ über den Tod des jungen, kriegsversehrten Gefreiten Alois Schafzahl aus Hönigtal berichtet, welcher von einem mordlustigen Kommandanten einer militärischen Zwei-Mann-Patrouille im Zuge einer Abgängigen Suchaktion in der Region erschossen wurde. Die Ereignisse spielten sich unter anderem im Gasthof „Zum Kramerwirt“ und vor allem im Gasthof „Bäckenpeterl“ des damaligen Pächters Url auf der Ries als Tatort ab. Der Täter wurde später, in einem ebenfalls in den Zeitungen ausführlich kolportierten Verhandlungsbericht, aus Mangel an Beweisen der Mordabsicht zu acht Jahren schweren Kerkers wegen Totschlag und versuchter schwerer Körperverletzung verurteilt. Als medizinischer Gutachter und als Zeuge trat unter anderen auch der in der Region bekannte und beliebte Distrikt Arzt und Pensionsinhaber auf der Laßnitzhöhe, Dr. Gustav Ehrler, in den Zeugenstand.

Nach dem Tod von Karl Ertl heiratete seine Witwe Katharina, geborene Koller, ein weiteres Mal und zwar den mit ihr blutsverwandten, aus der Eggersdorfer Linie der Familie stammenden Franz Koller. Dieser war ein Sohn des Josef Koller, Besitzer des „vulgo Kirchen-Schiefer“ in Eggersdorf, und der Aloisia Schönherr. Mit dem Ehepakt vom 2.4.1921 und der vollzogenen Trauung vom 10.5.1921 wurde Franz Koller zur Hälfte Eigentümer und der neue Wirt beim „Kramer“. Im Jahre 1923 erhielt der „Kramerwirt“ einen interessanten Untermieter. Der in der Region allseits bekannte Wagnermeister Franz Lohr, gebürtig aus Höf, mietete sich im Gasthof ein und fertigte dort in einem eigenem Raum ohne Maschinen diverse Wagnerwerkstücke. Die Stieftochter Katharina , welche den Landwirt und später Bürgermeister Matthias Sulzer geheiratet hatte, wurde nach dem Tode der Mutter ihre Besitzhälfte übertragen und am 19.5.1953 übergab Franz Koller die Gastwirtschaft seinem Schwiegersohn Matthias Sulzer. Dessen Tochter Katharina heiratete Herbert Großschedl, mit welchem sie bereits seit 1969 den Gasthof gemeinsam führte und erhielt 1973 die Konzession für das Gasthaus „Zum Kramerwirt“. Nach einem großzügigen Umbau wurde auch die Fremdenbeherbergungsbewilligung erteilt und heute gilt der Gasthof Großschedl „Zum Kramerwirt“ als renommiertes Familienunternehmen, welches als Veranstaltungs-, Beherbergungs- und kulinarisches Zentrum aus der Region nicht mehr wegzudenken ist.    

 

 

„Kramerwirt“ um 1914

                                 

Karl Ertl                                               Johann Koller

(1879-1919)Besitzer                         (1846-1914), Besitzer

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